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Dienstag, 31. Dezember 2019


Auf Fortbildung sozusagen



Ich bin gerade wieder auf dem Klassiker- Trip, in der Hoffnung, von den großen Meistern zu lernen. Na ja!

Das hier ist meine Version von "Ludovico Gonzaga im Kreis seiner Familie" von Andrea Mantegna. Das Original ist ein Wandbild in der Größe von etwa 6,00 * 8,00 m und um 1470 entstanden. Es zeigt die Herrscherfamilie Gonzaga von Mantua. Der Herr im rosa Nachthemd ist der Kopf der Familie Domenico. Er lebte davon, seine Untertanen und sich selbst als Söldnerheer zu vermieten, entweder an die Venezianer oder die Mailänder, aber auf jeden Fall immer gegen die Florentiner. Da er im Grunde für seine Zeit ein friedlicher Herrscher war, kam er ganz gut zurecht und konnte sein kleines Herzogtum nicht nur über Wasser halten, sondern auch erstaunlich viel Geld in die Förderung der Künste stecken. Den Maler Andrea Mantegna bekniete er etwa drei Jahre lang, bis der sich endlich zu seinem Hofmaler machen ließ.
Die Frau in der Mitte ist seine Gattin, eine Wittelsbacherin namens Barbara von Brandenburg. Durch die Heirat mit ihr war jede Menge Geld nach Mantua gekommen, das unter anderem dazu verwendet wurde, die Sümpfe rund um die Stadt trockenzulegen. Wenn Domenico "geschäftlich" unterwegs war, führte Barbara das Herzogtum allein. Das hatte ihr der Mann in Schwarz hinter ihr beigebracht, der Hofbibliothekar und Lehrer Vittorino da Feltre. Er zunächst Erzieher von Domenico gewesen, später kümmerte er sich um die Bildung seiner Frau und seiner Kinder. Da Domenicos zweiter Sohn Francesco (links neben ihm) zu Gefräßigkeit neigte, setzte er ihn eisenhart auf Diät und ließ ihn Sport machen, was ein Beweis dafür ist, dass Pädagogen über die Jahrhunderte auch nichts wirklich Neues einfällt. Francesco brachte es immerhin zum Kardinal. Der junge Mann rechts von Vittorino ist der Thronerbe Frederico, der einen Buckel gehabt haben soll, was Mantengna natürlich nicht darstellte. Frederico verbrachte den größten Teil seines kurzen Lebens auf irgendwelchen Schlachtfeldern. Den von seinem Vater geerbten Titel Markgraf trug er nur sechs Jahre lang.
Überhaupt müssen die Gonzagas durch die Bank weg krank gewesen sein. Sie litten an Gicht, Malaria, schwerer Athritis und Rachitis. Die Mädchen ließen sich angeblich nicht verheiraten, weil sie so furchtbar aussahen und in dem Ruf standen, ihre Gebrechen weiterzuvererben. Der Mailänder Gian Galeazzo Sforza lehnte eine Susanna Gonzaga als Gattin ab, weil sich bei ihr eine beginnende Rückratverkrümmung zeigte. Das arme Mädchen mußte ins Kloster. Böse Zungen haben behauptet, die Zwergin in der Mitte des Bildes sei auch eine Tochter Domenicos gewesen; es ist aber wahrscheinlicher, dass sie auf dem Bild war, um den Reichtum der Familie darzustellen, denn der Besitz von Zwergen war zu dieser Zeit sehr en vogue.
Das Fresko Mantegnas befindet sich heute noch im Palast von Mantua, und die Gonzagas sehen alle gesund, reich und stolz darauf aus. 

Kunst muß ja nicht unbedingt die Realität abbilden. 

(Quelle: Rose-Marie & Rainer Hagen, Gesichter der Macht, Taschen 2018)

Donnerstag, 30. Mai 2019


Roland Garros

 Ein Mal Grand Slam und zurück


(Man könnte einen Teil dieses Postes als Werbung auffassen, wenn man unbedingt will- muss man aber nicht.) 
 
Der beste Ehemann von allen ist nicht nur ein Sportler, er ist die erweiterte Form davon. Er liebt Tennis. Er spielt selber, ist Sportwart in einem winzigen Club, sieht sich Bundesliga- Spiele in Köln, Düsseldorf oder Neuss an, feuert seine Töchter bei ihren Spielen in der untersten Spielklasse das Damen an und sieht Tennismatches im Fernsehen so lange, bis der Flatscreen qualmt.
Als ich letztes Weihnachten wieder einmal vor der Frage stand, was ich ihm schenken sollte, hatte ich eine Eingebung wahrscheinlich göttlichen Ursprungs. Ich bestellte Karten für die French Open in Paris. Jetzt muß man dazu sagen, dass wir im Rheinland wohnen. Paris ist für uns in etwas mehr als fünf Stunden zu erreichen, also kein Vergleich zu London oder New York.


Schon allein Karten besorgen ist ein Abenteuer. Man kann sie vorab in der Regel nur über Ticketservices bestellen, denen man für eine Karte auf den freien Plätzen ungefähr 100 Euro überweist und dann hofft, dass es auch wirklich klappt. Die Plätze in den Stadien, in denen die Stars spielen, sind praktisch unerschwinglich. Etwa eine Woche vor Turnierbeginn bekommt man einen Voucher zugeschickt, den man an dem Tag, den man gebucht hat, im Stadion in eine Eintrittskarte eintauscht. Mit dieser Karte und dem Personalausweis kommt man endlich auf die Plätze. Uff!
Unsere Karten galten für den Eröffnungssonntag, deswegen wollten wir samstags nach Paris fahren, einmal übernachten und Sonntagabend wieder zurück. Erst haben wir überlegt, ein Hotel zu buchen, aber mein GöGa fand zufällig etwas wirklich Geniales:
Das Stadion Roland Garros liegt am Rand des Bois de Bolougne im 16ten arrondisément, und dort gibt es tatsächlich am Ufer der Seine einen Campingplatz. Der ist nicht nur toll gelegen, sondern auch richtig schön. Da ich ja Fuchs bin, reservierte ich einen Stellplatz für Wanda, unseren VW- Bus, weil ich mir dachte, der Platz würde voll werden. Das war aber nicht der Fall.
(Der Campingplatz heißt Camping de Paris und hat eine aussagekräftige Homepage. Ich kann ihn auch für Paris- Sightseeing empfehlen, die Anbindung an den ÖPNV ist hervorragend. Außerdem ist es abends schön ruhig, was nicht übel ist, wenn man den ganzen Tag durch die Stadt gelatscht ist. Zu teuer ist es auch nicht.)


Wir kamen Samstagmittag an, ließen Wanda auf dem Campingplatz und machten uns auf den Weg ins Städtchen. Paris ist schön, laut und voller Menschen. Was mir aufgefallen ist: Es scheint zur Zeit Mode zu sein, sich für Städtereisen in Schale zu werden (s. links unten). Das kann man natürlich machen, aber mir graust es bei der Vorstellung, auf hohen Hacken fünf Stunden herumzustöckeln!
Nach einer geruhsamen Nacht im Bus suchten wir uns einen legalen Parkplatz in der unmittelbaren Nähe von Roland Garros, was ziemlich einfach war. Allerdings waren wir auch früh dran; weil mein GöGa Angst vor endlosen Schlangen am Einlaß hatte. Es hielt sich aber in Grenzen, nach einer halben Stunde waren wir drin.
Die French Open sind einfach gnadenlos gut organisiert. Dafür stellen sie Unmengen an Personal ein: Sicherheitsleute, Reinigungspersonal, Betreuer für alles und jeden. Dazu kommen die Leute, die die Essensstände und die Boutiquen betreuen. Es sah so aus, als ob beinahe die Hälfte der Menschen einen Dauerausweis um den Hals hätte. Apropos Essen: Die Imbisstände sind astronomisch teuer, dafür ist das Angebot grauenhaft. Beinahe alle Besucher schleppten Taschen und Rucksäcke mit mitgebrachten Snacks und Getränken herum. Aus vielen Rucksäcken sah man Baguettes ragen, ich fand das lustig.



Die wahren Helden sind die Schiedsrichter und Balljungen und -mädchen. Es ist unglaublich anstrengend, was sie den ganzen Tag leisten, und nicht jeder Spieler dankt es ihnen. Gerade die Linienrichter bekommen eine Menge Launen ab, und Tennisprofis sind extrem launisch! Es ist zu warm, zu kalt, zu windig, da hinten hat einer gehustet, irgendwie ist der Platz nicht schön und außerdem ist schon wieder die Saite gerissen... Kann ja sein, dass es im wahren Leben richtig nette Menschen sind, aber während eines Matches kommt doch häufig der Mr. Hyde heraus. Der Spieler rechts oben ist Italiener. Er und sein Gegner, ein Spanier, lieferten sich über fünf Stunden ein Duell bis aufs Messer. Ich bin mir sicher, dass der Verlierer überlegt hat, wie teuer so ein Profikiller eigentlich ist, als er auf dem Weg in die Kabine war.
Trotz dieser Zickerei ist es natürlich richtig beeindruckender Sport, den man in Roland Garros zu sehen bekommt. Auf den Nebenplätzen trainieren häufig die Spitzenstars; da ist manchmal mehr los als bei den Matches, wenn Leute spielen, die keiner kennt. Ich habe Wawrinka und Zverev gesehen, die ihre Trainingspartner gnadenlos über den Platz jagten: das kann man schon sehen, warum sie so erfolgreich sind.



Mir hat es Spaß gemacht. Die zwei Tage in Paris waren wahnsinnig anstrengend, trotzdem hat es sich absolut gelohnt. Einen Sonnenbrand im Gesicht hatte ich auch.
Am Montag morgen war dann endlich meine Stunde gekommen, eine Spitzenleistung zu performen: ich bin aufgestanden und pünktlich zur Arbeit erschienen!

Sonntag, 29. April 2018

künstler # 06

Ray und Charles Eames

 

 

Das Ehepaar Ray und Charles Eames hat das Design nach dem 2. Weltkrieg revolutioniert, nicht mehr und nicht weniger. Ray war Malerin und Grafikerin mit einer für eine Frau ihrer Zeit hevorragenden Ausbildung, Charles war Architekt. Sie begannen 1941 mit der Entwicklung von Möbeln aus Sperrholzformen, Kunststoff und Metall in ihrer eigenen organischen Formensprache, kombiniert mit Ideen aus dem Flugzeugbau und Ansätzen aus der sich gerade durchsetzenden modernistischen kalifornischen Architektur wie z.B. bei Richard Neutra. Um die Produtkionsprozesse steuern zu können, entwarfen sie die Maschinen, mit denen ihre Möbel gepreßt werden sollten, selbst und gaben ihnen so schöne Namen wie die "kazam-machine."

Sollte so bequem sein wie ein alter Baseballhandschuh: der Lounge Chair.

Sie griffen auf keine traditionellen Entwurfsmuster zurück, das unterscheidet sie stark von späteren Designern. Alles wurde neu gedacht, jedesnDetail hinterfragt. Sehr schnell konnten sie durch die erfolgreiche Teilnahme an Wettbewerben den Kontakt zu Hermann Miller Funiture knüpfen, die Firma, mit der sie in den nächsten Jahrzehnten die meisten ihrer Ideen entwickelten und erfolgreich vermarkteten . In den USA werden ihre Designs z.T. immer noch durch dieses Unternehmen vertrieben, hier in Europa produziert Vitra viele ihrer Entwürfe bis heute.

Dieser Bürostuhl wurde nie in dieser Form produziert, weil die Lederarbeiten zu teuer waren.

Die meisten von uns haben schon irgendwann einmal ein Produkt ihrer Arbeit gesehen oder sogar benutzt, ohne es zu wissen. Ihre Kunststoffstühle gab es in vielen Schulen und Universitäten, bis sie zuerst durch neue ersetzt oder später von designbegeisterten Studenten geklaut wurden. Heute findet man Eames- Designs wieder in Wohnzeitschriften, wo sie Vintage- Style- Heime veredeln - ich nutze dieses Wort bewußt, denn der Preis, den man allein für eine Garderobenleiste mit den berühmten bunten Kugeln hinlegen muß, ist mittlerweile absurd, wenn man bedenkt, dass ihre Möbel demokratisch und für jeden erschwinglich sein sollten- bis auf den Lounge- Chair, der bereits bei seiner Vorstellung für die meisten Amerikaner viel zu teuer war.

Diese Kunststoffstühle in allen Varianten sind wahrscheinlich das bekannteste Eames- Produkt.

Sie haben ebenfalls Lehrfilme für Schulen produziert: der bekannteste handelt von den Dimensionen, in denen wir uns bewegen vom Weltraum bis zum Atomkern. Ray gestaltete die Layouts für Architekturzeitschriften, zusammen entwarfen sie Konzepte zu wissenschaftlichen Ausstellungen. Weniger bekannt sind ihre Designs für Spielzeug. Es gibt zum Beispiel einen Elefanten aus Bugholz und ein Memorykartenspiel, das man aus der Verpackung des Lounge Chair ausschneiden und zu Türmen bauen konnte.


"Man sollte das Spielen ernster nehmen!" C. Eames



Ray und Charles bearbeiteten ihre Entwürfe gemeinsam und traten öffentlich zusammen auf. Sie waren durchaus bereit, sich mit ihren Designs zu Pubilicityzwecken fotografieren zu lassen, gaben aber persönlich wenig von sich preis. Die meisten Beschreibungen von ihnen stammen von Charles Tochter aus erster Ehe und deren Kindern, die sich offenbar häufig bei ihrem Großvater und ihrer Stief-Großmutter aufhielten. Als Charles starb, legte Ray die Entwurfstätigkeit nieder mit der festen Absicht, als Nachlaßverwalterin die Arbeiten der vergangenen Jahre zu archivieren. Bis zu ihrem Tod auf den Tag genau zehn Jahre nach dem Tod ihres Mannes wurde sie nicht einmal zu einem Drittel damit fertig. 
Vielleicht war es ihr zu langweilig.

Sonntag, 18. März 2018

 

künstler # 05

 

Käthe Kollwitz


Da ist sie nun, die erste Künstlerin. Bei der Sammlung meiner Idole sind nicht viele Frauen dabei, was aber kein Wunder ist, denn dass Malerinnen oder Bildhauerinnen von ihrer Kunst leben können, ist erst seit Beginn des 20. Jahrhunderts so. Was der Welt dadurch an Talenten und Impulsen entgangen ist, werden wir wohl nie erfahren. Virginia Woolf hat am Beispiel der Schwester Shakespeares wunderbar erzählt.



Käthe Kollwitz hat sich in ihrem Werk intensiv mit den Opfern von Gewalt, Unterdrückung und Armut beschäftigt. Vergewaltigungsopfer im Dreißigjährigen Krieg, ledige Mütter, mittellose Arbeiterinnen und immer wieder Frauen, die um ihre Kinder trauern, waren ihre Sujets. 
Nachdem sie ihren jüngeren Sohn im 1. Weltkrieg verlor, begann sie in ihrer Arbeit stark politisch zu werden. Die meisten Lithographien, die von ihr berühmt wurden, waren Plakate für linke Parteien. Der Grafiker Horst Jansen hat einmal behauptet, in dieser Zeit habe sie aufgehört, Künstlerin zu sein. Andererseits erfuhr sie in den Anfangsjahren der Weimarer Republik die größte Anerkennung ihres Lebens: sie wurde das erste weibliche Mitglied der Berliner Akademie der Künste, ihre Werke verkauften sich in der ganzen Welt. Sie erweiterte ihre künstlerische Ausdrucksmöglichkeit um die Bildhauerei, inspiriert durch die Freundschaft mit Ernst Barlach.
Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten wurden ihre Werke verboten. Es war ihr zwar gestattet, in ihrer Ateliergemeinschaft weiterzuarbeiten, aber sie durfte nichts mehr verkaufen. Ihr Enkel kam im Krieg ums Leben, ihr Mann starb an einer Lungenentzündung. Sie selbst erlebte das Ende des Krieges nicht mehr.
Frauen in ihren Werken sehen immer ein wenig aus wie sie selbst. Das macht ihre Zeichnungen und Lithographien für mich noch eindrucksvoller. Es wirkt, als könne sie jedes Leid, das sie darstellt, selbst nachempfinden.


Dienstag, 20. Februar 2018

 

künstler #04

 

Albrecht Dürer


Weil ich gerade so schön bei der Renaissance bin, kann ich gleich mit Dürer weitermachen. In der Literatur wird eine Menge schräges Zeug über ihn geschrieben, das kann man nicht anders nennen. (Wer mag, kann die von vorne bis hinten erlogene Geschichte über ihn und seinen Bruder googeln, da wird einem ganz anders!) Vermutlich liegt das zum Teil daran, dass in den deutschnationalen Zeiten Dürer als "urdeutsches" Genie vereinnahmt wurde, Volksgut wie Wagner oder der Cherusker- Hermann zum Beispiel.


Albrecht Dürer war wie Leonardo da Vinci eine Universalbegabung, geboren an der Schwelle zwischen Mittelalter und Renaissance. Sein Interesse neben der Malerei lag in der Mathematik, über die er einiges Kluges geschrieben hat. Da er in Nürnberg aufwuchs und nicht in Florenz, blieb er trotz seiner Italienreisen ein stärker mit dem Mittelalter verwachsen. Ausserdem war er deutlich religiöser geprägt. Leonardo beschrieb die Natur in seinen Bildern aus Wissensdurst, bei Dürer spielte seine Überzeugung eine Rolle, dass er in seinen Darstellungen die Schöpfung Gottes darstellte. Dürers Detailgenauigkeit ist einzigartig, gerade in seinen Aquarellen ist das einfach wunderschön. Schon zu seinen Lebzeiten war er ein Idol, eine Tatsache, die er finanziell auszunutzen verstand. Seine Frau Agnes (die er nur bedingt leiden konnte) vermarktete seine Holzschnitte in Nürnberg und auf großen Messen wie in Frankfurt mit großem Erfolg: die "Melancholia I" oder die "Vier Reiter der Apokalypse" kannte man in ganz Europa. 
In seinen Selbstporträts stellt er sich vor allem selbstbewußt und wohlhabend dar. Da er sein etwas hängendes rechtes Auge jedesmal zeigte, kann man davon ausgehen, dass er tatsächlich so ausgesehen hat. Wer ihm allerdings die Haare so sorgfältig mit der Lockenschere gemacht hat, das wird immer ein Geheimnis bleiben.


Montag, 12. Februar 2018

12 von 12

 

im Februar


Wenn man so wie wir im Rheinland wohnt, ist man am Rosenmontag in seinem Wirken recht eingeschränkt: entweder man ist Karnevalsjeck oder eben nicht. Der Jeck hat es einfach, der macht so ganz normales Jeckenzeug wie sich kostümieren, Umzüge besuchen und/ oder Alkohol konsumieren. Der Nicht- Jeck kann seine Wohnung renovieren, die Beine in die Hand nehmen, um sich zu verdünnisieren, oder einfach nur durchhalten. Wir gehören dieses Jahr zur letzten Fraktion.


1.
Da ich heute Urlaub habe, ist morgens nicht nur ein Tässchen, sondern eine Kanne Tee zeitlich drin.

2.

Seit einer Woche bin ich besessen von Thrillerschockern. Nach "Der rote Drache" als Buch und "Sieben" als Film habe ich das jetzt zu Ende gelesen. Sollte ich mir Sorgen machen?

3.
Es ist Olympia! Ich als bekennnender Sofasportler bin voll in meinem Element. Im Ernst, ich gucke mir jeden Kappes an: gestern z.B. einen Ausscheidungswettkampf im Mixed Curling zwischen China und Norwegen. Heute morgen stand die Entscheidung im Teamwettbewerb Eiskunstlaufen auf dem Programm.

4.

Ich habe mal einen Blog gelesen, der sich darum dreht, was typisch deutsch ist. Neben Sauerkraut und Herumgerase auf der Autobahn war ein wichtiges Kriterium, dass man weiß, ob man Aldi- Süd oder Aldi- Nord ist.

5.

Ich beschäftige mich gerade mit Porträts von Malern. Das hier ist Albrecht Dürer, und der Bursche macht es mir nicht unbedingt leicht.

6.
Als der Herr den Menschen schuf und der ihn bitterlich enttäuschte, ließ er es nicht bei der Sintflut bewenden, sondern erfand das Finanzamt gleich mit. Heute habe ich Rechnungen usw. sortiert und abgeheftet, morgen muss ich Nebenkostenabrechnungen machen. Puh!

7.
Der GöGa versprach mir als Nikolausi leichtsinnigerweise, meinen Bus gründlich zu säubern. Nachdem ich ihm heute mit der Auflösung unserer Ehe gedroht habe, ist er zähneknirschend in Waschanlage gefahren.

8.
Weil die Mädels heute schulfrei haben, war meine "Kleine" aus lauter Langeweile bereit, mit mir und dem besten Hund von allen eine Hunderunde zu gehen.

9.
Ein weiteres Projekt: Ich nehme an einer Instagram- Challenge teil.

10.
Zum Abendessen geht es einem Wirsing an den Kragen. 

11.
Im Februar draußen Grillen geht nur geschützt auf der Terrasse. Der GöGa hat heute den kleinen Gasgrill herausgekramt, weil er Entzugserscheinungen verspürte.

12.

Feierabend für heute: dafür haben wir schließlich ein neues Sofa gekauft!


Samstag, 10. Februar 2018

 

künstler #03

 

Leonardo da Vinci 

 


Eigentlich hätte ich ja mit ihm anfangen müssen: Leonardo! Für mich ist er das große Vorbild, seit ich mich überhaupt mit dem Zeichnen beschäftige. 
Er war bekanntermaßen ein Universalgenie: er malte, zeichnete, entwarf alles (Un-)Mögliche und versuchte die Welt genau zu beschreiben, um sie verstehen zu können. Er hatte einen offenen Blick auf jedes Phänomen, das ihm vor die Skizzenfeder kam. Vor allem aber war geistig so unabhängig, wie man es als Renaisance- Künstler, der seine Arbeit an Mäzene wie die Medici oder die Sforza verkaufen mußte, nur sein konnte. Wie er wirklich ausgesehen hat, weiß man nicht. Das Selbstporträt, das er mit 65 Jahren in Frankreich von sich selbst gezeichnet haben soll, zeigt ihn als müden alten Mann. 
Aus seinen jungen Jahren in Florenz gibt einen Gemäldeentwurf, auf dem er vermutlich in einer Nebenrolle zu sehen ist; es könnte ebenso sein, dass er seinem Lehrmeister Verrocchio für die Skulptur des David Modell gestanden hat. Gesichert ist das nicht.


Er soll jedenfalls sehr attraktiv gewesen sein. Aber auch da muß man skeptisch bleiben, weil er zu seiner Zeit bereits ein Star war. Die Renaissance feierte den idealen Menschen: ein solches Genie wie Leonardo konnte daher natürlich keine körperlichen Defizite haben. Das Bildnis von sich als altem Mann kann auch maßlos übertrieben sein, weil Leonardo ebenso gerne und interessiert Porträts besonders schöner wie besonders skurriler Gesichter gezeichnet hat. Der Verlut seiner eigenen jugendlichen Attraktivität scheint ihn jedenfalls getroffen zu haben.
Er hat viel experimentiert, dabei ist er oft genug grandios gescheitert. Seinen Helfer brachte er beinahe mit einer Flugmaschine um. Das "Abendmahl" malte er mit einer neuen, selbsterfundenen Technik mit dem Erfolg, das es schon wieder von der Wand fiel, bevor es überhaupt fertig war. Und er brachte wirklich sehr wenig zu Ende, weil er entweder von einer neuen, genialen Idee abgelenkt war oder nicht zufrieden mit dem Ergebnis, das er erzielt hatte. Er schleppte das Bildnis der Mona Lisa bis zu seinem Lebensende mit sich (der Auftraggeber bekam es nie in die Hände), weil er dieses Porträt als beinahe vollendet ansah.

Trotzdem - oder vielleicht genau deswegen- haben seine Zeitgenossen ihn zutiefst bewundert.

Montag, 22. Januar 2018

künstler #02

 

Vincent van Gogh

 

Der zweite Künstler, der mich total beeindruckt hat, ist Vincent van Gogh. Früher fand ich seine Bilder langweilig, ist das zu fassen? 
Das liegt an zwei Dingen: zum einen hängen auch heute noch überall grauenvolle Reproduktionen seiner Sonnenblumen herum, und zum anderen habe ich immer mehr gezeichnet als gemalt.
Van Gogh ist aber reine Farbe! 




Seine Bilder folgen eigentlich den Regeln klassischer Kompositionen, als Autodidakt war es für ihn ungeheuer schwierig, seinen Stil zu finden. Aber dann explodierten seine Bilder förmlich. Obwohl in der gleichen Zeit sein Leben vollkommen aus den Fugen geriet, malte er weiter, so lange er konnte.

Es gibt kaum Drucke, die seinen Gemälden gerecht werden. Wenn es irgendwie möglich ist, seht euch Van- Gogh- Bilder direkt an. Sie werden euch umhauen, versprochen!

Mittwoch, 17. Januar 2018

 

künstler #01

 

Andy Warhol


Kurz vor Weihnachten gab mein Laptop den Geist auf, einfach so. Ich konnte nach einem Windows- Update (was meiner Ansicht nach zu den Geißeln der Menschheit gehört) den Rechner nicht mehr starten. Da wir am nächsten Tag in den Skiurlaub fahren wollten und danach diese segensreiche Zeit Anfang Januar anbrach, in der man einfach niemanden zum Arbeiten bewegen kann, konnte ich das gute Stück erst nach drei Wochen zu meinem Computer- Gott bringen, damit er ihm wieder Leben einhauchte. 
Ich war also mehr als drei Wochen auf mich selbst zurückgeworfen sozusagen. Dabei kam ich auf die Idee, mich wieder mit Kunst zu beschäftigen, so wie (sehr viel) früher, als ich große Maler bewunderte wie andere Mädels Popstars. Als Kind/Teenager habe ich Unmengen an Künstlerbiographien gelesen, habe mich in Museen herumgedrückt und habe Gemälde aus Kunstbüchern abgezeichnet. Besonders Porträts hatten es mir damals angetan. Ich fing also an, mir zu überlegen, welche Künstler mich so beeindruckt haben, dass die Wirkung bis heute anhält. Und weil ich ja niemals so richtig erwachsen werde, habe ich angefangen, diese Künstler zu porträtieren. Mein persönlicher Starschnitt für's Wohnzimmer, wenn man so will. 




Den Anfang macht Andy Warhol. 

Ich mochte schon immer die Farbigkeit seiner Werke und das Erheben des Alltäglichen zur Kunst. Ich habe ihn gezeichnet zur Anfangszeit der Factory, bevor Valerie Solanas auf ihn schoss. Zu diesem Zeitpunkt war er noch dabei, seine Kunst zu entwickeln. Die Siebdrucke gab es schon, mit den Filmen über die Superstars hatte er gerade erst begonnen, die Zeitschrift Interview existierte noch nicht.

Er war selbst unsicher und eitel, deshalb konnte er die Unsicherheit und die Eitelkeit Anderer so gut verstehen. Es war ihm nie möglich, die Rolle des Beobachters zu verlassen, nicht einmal, als er selbst ein Star war, der ständig beobachtet wurde. Sein Thema war der Mensch und seine Bedeutung im sozialen Kontext. Wie bewahrt man seine Individualität, wenn die Massenproduktion alle gleich macht?

Obwohl er häufig einfach nur mit den knalligen Porträts von Elvis und Marylin in Verbindung gebracht wird, ist Andy Warhol einer der wenigen zeitgenössischen Künstler, die die Gesellschaft tatsächlich beeinflußt haben. 

Er hätte Instgram geliebt!

Donnerstag, 31. August 2017

Hans- Kurt und das Leben der Bohème


Als wir neulich die Wohnung der alzheimerkranken Tante meines Mannes ausräumten, weil sie ins Altenheim in die Eifel umgezogen war, fand ich zwei alte Fotoalben. Da keiner sonst sich dafür interessierte, nahm ich sie mit nach Hause und sah sie mir an.

Ich kannte diese Tante namens Hannelore nur als schwatzhafte alte Frau mit Rollator. Niemand konnte sie so recht leiden. Dann wurde sie krank. Sie büxte aus und patroullierte im Nachthemd durch die Innenstadt, fuhr ohne Geld mit dem Taxi durch Düsseldorf, weil sie nicht mehr wusste, wo sie war und verdächtigte ihre Schwägerin, die mit ihr im gleichen Haus wohnte, ihr das Waschmittel geklaut zu haben. Nach einigem Hin und Her gelang es ihrer Nichte, einen Platz in einem Heim für sie zu finden. Hannelore erkennt mittlerweile niemanden mehr.
Hans- Kurt war ihr Ehemann. Er und sein Bruder kamen aus Pommern. Beide waren während des Krieges in russischer Gefangenschaft, nach ihrer Entlassung mussten sie lange nach ihrer Familie suchen, denn aus ihrem Heimatort Stolp waren alle Deutschen vertrieben worden. Nach einigem Hin und Her fanden sie ihren Vater und ihre Stiefmutter (die leibliche Mutter war in der Ostsee ertrunken, als die beiden Jungs noch sehr klein waren) bei Verwandten hier im Rheinland wieder. Der Vater war vor dem Krieg Bauunternehmer gewesen: was lag also näher, als eine neue Bauunternehmung aufzumachen? Hans- Kurt wurde der technische Zeichner der neuen Firma, sein Bruder Ulrich, der viel jünger war, machte erst sein durch seine Einberufung in die Wehrmacht unterbrochenes Abitur zuende und stieg dann in eine Kombination aus Ausbildung und Studium zum Bautechniker ein. Als er damit fertig war, folgte er seinem Bruder in den Familienbetrieb.
Im bauwütigen Nachkriegsdeutschland wurde die Firma sehr schnell erfolgreich. Die beiden Jungs, die im Krieg noch Hunger gelitten hatten, hatten plötzlich genug Geld, um ihr Leben zu geniessen und sich ein paar Statussymbole leisten zu können. Wie das Leben so spielt, fanden beide auch zu dieser Zeit die Frau für's Leben.
Hans- Kurt verliebte sich in Hannelore und heiratete sie. Die beiden Fotoalben, die ich gefunden habe, sind wahrscheinlich während ihrer Hochzeitsreise entstanden. Das neue Ehepaar fuhr mit VW- Käfer und einem Zelt, das aussah wie Hemingways Afrika- Safari- Zelt, den Rhein entlang, wo sie sich die romantischen Burgruinen ansahen. Dann zuckelten sie durch Österreich. Ich habe wunderbare Bilder von ihren Bergtouren gefunden, Hannelore braungebrannt in Shorts mit einem riesigen chinesisch aussehenden Strohhut. Irgendwo hat sie sich ein Dirndl gekauft, damit hat Hans- Kurt sie sehr oft fotografiert. Sie gingen in Bergseen schwimmen und nahmen Sonnenbäder auf gemütlich aussehenden Liegen, von denen ich mir ganz sicher sind, das sie nicht in den Käfer gepasst haben. Abends servierte Hannelore stolz selbstgekochtes Campingessen sitlvoll auf einer karierten Tischdecke mit Blümchenvase. Auf diese Weise kamen sie bis nach Norditalien. Ich stelle mir vor, dass sie in Verona unter Julias Balkon standen: das kann ich zwar fotografisch nicht belegen, aber ich finde die Vorstellung so schön!
Irgendwann ist auch die tollste Reise zu Ende. Daheim kamen in den nächsten Jahren Enttäuschungen auf sie zu. Der jüngere Bruder Ulrich erwies sich als der Tüchtigere. Als der Vater seinen Ruhestand antrat, übernahm Ulrich den Laden, Hans-Kurt blieb sein Angestellter. Während sein Bruder Vater von drei Kindern wurde und ein feudales Haus mit Swimmingpool baute, blieben Hans- Kurt und Hannelore kinderlos. Sie zogen zur Miete in die 1. Etage eines Hauses, das dem Vater gehörte. Irgendwann wurde Hans- Kurt krank (zum Teil war das seiner Kettenraucherei geschuldet). Er gab auf und wollte das Haus nicht mehr verlassen. Sie verloren ihre wenigen Freunde, bis sie nur noch sich selbst hatten. Hannelore, die eigentlich recht gesellig war, muss sehr darunter gelitten haben. Als ihr Mann starb, war sie endgültig einsam. So habe ich sie kennengelernt.
Die beiden Fotoalben erzählen die Geschichte von Hans- Kurt und seiner Hannelore, als sie glücklich waren. Ich finde es tröstlich, dass es diese Zeit für sie gegeben hat. In der Collage oben wollte ich das darstellen. Der Mann mit dem gewagten Cordanzug, der sich da so fesch auf der Käfermotorhaube lümmelt, ist tatsächlich Hans- Kurt, die Modezeichnung habe ich genommen, weil Hannelore sich bestimmt wunderschön und perfekt gefühlt hat, als ihr Ehemann so verliebt in sie war. 
Es ist traurig, dass es ihnen nicht gelungen ist, das wunderbare Gefühl ihrer großen Reise für ihr weiteres Leben zu bewahren.

Montag, 14. August 2017

documenta 14

 

Die Bücherakropolis vor dem Fridericianum im Regen

Alle 5 Jahre, Kassel, Kunst über Kunst, 100 Tage und danach so nie wieder: Das ist die Documenta.

Dieses Jahr hatte diese Mega- Ausstellung der modernen Kunst zum ersten Mal zwei Spielorte: Athen und Kassel (der Athener Teil ist mittlerweile geschlossen). Damit wollten die Macher zum einen "von Athen lernen", wie das Motto der Ausstellung lautet, und zum anderen einen Ausblick auf den mediterranen Raum mit seinen Verknüpfungen nach Afrika, dem Nahen Osten und Asien wagen.
Das ist nur teilweise gelungen.

Maske von Beau Dick, Documenta- Halle

Gemälde von El Hady Sy, Ausschnitt

Die griechischen Künstler, die hier vertreten sind, beschäftigen sich sehr häufig mit der Archivierung und Dokumentierung der eigenen Geschichte. Das ist für den Betrachter manchmal interessant und auch sehr lehrreich, wenn man sich die Zeit nimmt; wirklich berühren tut es einen nicht. Insgesamt fand ich es auffallend, dass der analytische Blick der europäischen Künstler auf Flüchtlingsschicksale, auf Vertreibung und Fremdheit irgendwie leblos bleibt. Wenn Kunst aufrütteln, den Finger in die gesellschaftlichen Wunden legen und zu Diskussionen anregen soll, dann scheint sie zur Zeit keine Mittel zu finden, das auch zu erreichen.

Gemälde von Stanley Whitney, Documenta- Halle
Maske von Beau Dick, Documenta- Halle

Aber die Afrikaner: wunderschöne, warme, emotionale Werke gibt es hier zu sehen! Es geht mir nicht nur um die Farbigkeit oder die verwendeten Materialien, der Blick der Künstler erscheint mir einfach unverstellter zu sein. Dabei behandeln sie genauso wichtige Themen wie ihre europäischen Kollegen. Aber ihre Art der Herangehensweise bringt sie dem Betrachter direkt näher. Einfach ansehen und sich inspirieren lassen!

Masken von Beau Dick, Documenta- Halle

Die Documenta- Ausstellungen verteilen sich über die ganze Stadt. Wir (meine beiden Mädels und ich) waren nur einen Tag dort, das reicht wirklich nur für einen kurzen Überblick. In den Kinos und Theater finden begleitende Events statt. Man kann einen Spaziergang mit einem Mitglied des sogenannten "Chores" machen, der mit den Teilnehmern nach Herzenslust über die Exponate diskutiert. Da den Machern der Documenta die Grenzen der Ausstellungskunst durchaus klar sind, gibt es zum Beispiel das Parlament der Körper, in dem sich verschiedene Künstler wie MusikerInnen, SchriftstellerInnen, Kritikerinnen einbringen können, um den Dialog zwischen den Disziplinen aufrecht zu erhalten.

Gemälde von El Hadj Sy, Bildausschitt, Documenta- Halle

Wer Kunst mag, sie vergöttern oder hemmungslos verdammen möchte, der ist hier gut aufgehoben.

Hinkommen: Wir sind mit dem Auto angereist, für uns Tagesausflügler war das die beste Methode. Da die Documenta im Zentrum von Kassel beginnt, kann man einen Parkplatz in den öffentlichen Parkhäusern zu normalen Innenstadttarifen ergattern, es gibt aber am Stadion Zur Aue auch einen P+R- Parkplatz, von dem aus man mit der Straßenbahn in die Stadt kommt. 
Preise: Die Karte für alle Ausstellung kostet für Erwachsene 22,00 Euro, ermäßigt 15,00 Euro. Familienkarten für 50,00 Euro gibt es auch. Das klingt erst einmal teuer, wenn man aber häufiger in Museen geht und die Tarife kennt, erscheint das dann doch fair. Vor den Ausstellungsorten stehen Garderobencontainer, denn Rucksäcke, Schirme und grosse Taschen dürfen nicht mit hinein genommen werden. Das ist ein bißchen umständlich, mir fällt allerdings auch keine bessere Lösung ein (ausser bei trockenem Wetter hinfahren und eine kleine Umhängetasche mitnehmen vielleicht).  
Essen: Es gibt in einigen Ausstellungsorten Caféterien, in den Aussenbereichen stehen Catering- Pavillons mit verschiedendsten Leckereien. Man kann aber auch in die Einkaufsstrasse ausweichen, da findet man Bäcker, Pizzerien und alles andere, was man so kennt.

So, und zum Schluss, damit sich doch der eine oder andere bis zum 17. September überlegt, noch hinzufahren: Das hier ist mein absolutes Lieblingsstück! Das ganze Werk ist bestimmt zehn Meter lang und etwa sechzig Zentimeter hoch. Die Künstlerin Britta Marakatt- Labba erzählt wie auf einem mittelalterlichen Bildteppich die Geschichte ihrer Familie, ihres Landes, der Jahreszeiten... das ist so wunderschön!