Sonntag, 22. Oktober 2017

Sistaz

 


Jetzt sind wieder Herbstferien, das heißt, meine beiden Damen hängen zusammen daheim herum. Obwohl sie eigentlich sehr unterschiedlich sind, verstehen sie sich immer noch gut. 
Vor allem, wenn es darum geht, sich gegen ihre Eltern zu verbünden...


Mittwoch, 18. Oktober 2017

Männer, die in Motoren starren

Zu Besuch beim Oldtimertreffen in Burscheid-Hilgen



Neulich sagte mein GöGa an einem friedlichen, sonnigen Sonntagmorgen zu mir: "Schatz, hättest du nicht Lust, etwas mit mir zu unternehmen?" Normalerweise zucke ich da innerlich zusammen, denn der Meinige ist Sportler, und man weiß ja, wie das ausgeht: am nächsten Tag mit Muskelkater und mieser Laune. Aber ich hatte ein fluffiges Croissant und feinsten Darjeeling zum Frühstück gehabt, also sagte ich: "Gerne doch, mein Liebster, was wollen wir denn machen?"
(Ich möchte an dieser Stelle darauf hinweisen, dass mein Mann und ich uns selbstverständlich immer wie Prinz William und seine Kate miteinander unterhalten!)
Wider Erwarten wollte der GöGa keinen Sport machen oder anschauen, er wollte zum Oldtimertreffen nach Hilgen. Er war sogar bereit, nicht mit dem Motorrad, sondern mit dem Cabrio zu fahren, um mir platte Haare durch den Helm zu ersparen. Also packte ich meine Kamera ein und los ging's.


In Hilgen, einem kleinen Örtchen im Bergischen, steht ein alter Bahnhof. Seitdem der nicht mehr in Betrieb ist, wie das vielen Regionalbahnhöfchen so geht, gibt es dort einen Getränkemarkt mit einem recht grossen Schotterparkplatz. Irgendwann etablierte sich jeden Sonntagmorgen bei schönem Wetter ein Treffen von Oldtimerliebhabern, die sich gegenseitig ihre Schätze vorführen und vor allem über sie sprechen wollen. Der Fachjargon dafür ist "Benzinquatschen". Im Laufe der Zeit kam ein kleiner Ausschank mit Kaffee, Wasser usw. dazu, außerdem gibt es eine leckere Bratwurst.

 
Das Ganze hat eine sehr friedliche, nette Atmosphäre. Alles ist ein bißchen improvisiert und ziemlich unkommerziell- bis eben auf die Bratwurst. Schön finde ich, dass die meisten Besucher keine zu hochwertigen Fahrzeuge wie eine Mercedes- Pagode oder ähnliches haben. Man findet eher gut abgehangene Modelle der Marken BMW, Volvo oder einen R 4 von Renault. Der derzeitige Campingbus- Boom kommt natürlich auch nicht zu kurz.
 

Viele der Besucher zeigen eine erstaunliche Liebe zum Detail. Hat man einen Manta, dann ist da auch ein Fuchsschwanz dran; der Besitzer eines schönen alten Volvo schleppt zum Beispiel immer seine eigene Parkuhr mit. Meine persönlichen Favoriten waren allerdings die Jungs, die mit Mofas aus den Achtzigern aufliefen und sich Kutten aus hellen Jeansjacken mit abgeschnittenen Ärmeln und mit Iron- Maiden- Aufnähern gebastelt hatten. Wohlgemerkt, es handelt sich hier um gesetzte Herren meines Alters mit soliden Berufen wie Installateur und Realschullehrer.


Aber über allem steht das Vergnügen, sich neben ein Grüppchen benzinquatschender Männer zu stellen und einfach nur zuzuhören. Die Philosophien, die hier verbreitet werden, sind zum Teil abenteuerlich. Wer würde vermuten, dass die oben zu sehenden, eigentlich recht vernünftig wirkenden Männer gerade diskutieren, wie man das rote Auto schneller als einen Ferrari machen könnte? Ich möchte nicht erleben, dass sie das wirklich ausprobieren! Der Herr unten neben dem Heckflossenmercedes erzählte jedem, wie er den Vergaser seines Autos Schräubchen für Schräubchen auseinandergenommen, alles penibelst einzeln gereinigt (ich sage nur: Ultraschallbad!) und wieder zusammengebaut hatte, um dann festzustellen, dass der Motor seines Lieblings keinen Mucks mehr von sich gab. Obwohl er am Ende zähneknirschend doch eine Werkstatt aufsuchen musste, hält er sein Vorgehen immer noch für bombenrichtig. 


Wer allerdings glaubt, Autos wären zickig, der darf sich gerne den Kampf der Motorradliebhaber gegen ihre Oldtimer anschauen. Da läuft kein Motor richtig gut, und jeder gibt unumwunden zu, dass eine ADAC- Karte ein absolutes Muß ist. Dass der Parkplatz tiefer als die Strasse liegt, hat schon manchem im übertragenen Sinne das Genick gebrochen. Wenn so ein Räppelchen nicht gut läuft, kommt es die Steigung eben nicht hoch, und wenn dann auch noch die Ampel zur Hauptstrasse auf Rot steht, geht der Motor leider sang- und klanglos wieder aus. 


Der Besitzer der BSA im Hintergrund war so ein Fall. Erst musste getüpfelt werden, dann wurde wie besessen auf dem Kickstarter herumgesprungen, und gerade, als man die Hoffnung aufgeben wollte, sprang die BSA mit einem Geräusch an, als sei der Bratwurstgrill explodiert, und schoss dabei eine beachtliche Stichflamme aus dem Auspuff. Jetzt musste es schnell gehen! Also sprang der Fahrer auf das Motorrad, drehte zwei Runden um den Platz, damit die BSA nicht ausging, wobei er immer die Ampel im Auge behielt. Als das Licht auf Grün umsprang, gab er kräftig Gas und schaffte es tatsächlich, die Steigung in einem Schwung zu nehmen und noch bei Gelb über die Ampel zu donnern. Er hinterließ viel Qualm und bei denen, die direkt in seiner Nähe gestanden hatten, ein schrilles Ohrenpfeifen.


Die Liebhaber alter Roller, vorzugsweise aus dem Osten Deutschlands, machen nicht ganz so viel Lärm, dafür hinterlassen sie an der Kaffeebude sehr gerne bläulichen Zweitaktqualm, der sich nach ein paar Sekunden über die Getränke legt. So etwas muß man tolerieren können. Das prächtige kastanienbraune Fahrzeug und der alles andere als EU- zugelassene Helm gehören übrigens dem Kabarettisten Jürgen Becker (Mitternachtsspitzen, WDR) der hier ab und zu auftaucht. Angeblich sammelt er skurrile Fahrzeuge.


Also, auch wer nicht auf Old- oder Youngtimer steht, kommt hier auf seine Kosten. Ich jedenfalls habe mich prächtig amüsiert, da hatte mein GöGa nicht zu viel versprochen. Die Leute hier sind nett und lustig, die Bratwurst wie gesagt ein Gedicht und den Kaffee mit Zweitaktölaroma muss man ja nicht trinken, wenn man nicht will. 


Bahnhofstrasse 1, Hilgen
Sonntags bei schönem Wetter von 9- 13 Uhr










Mittwoch, 4. Oktober 2017

Gestern

 



Gestern habe ich am Rhein diese Familie gesehen. Sie machten einen Feiertagsausflug nach Zons. Man konnte deutlich sehen, wie wenig begeistert die Teenagertochter von der Aktion war. Die ganze Zeit, während ich auf die Fähre nach Urdenbach wartete und sie beobachtete, sprach sie nicht ein Wort mit ihren Eltern, sondern versuchte so viel Abstand wie möglich von ihnen zu halten.

Ich fühlte mich an meine Teenagerzeit erinnert; es ist wirklich manchmal die Hölle, Einzelkind zu sein.

Freitag, 29. September 2017

Die alte Republik

Anderswo in der Vergangenheit 

 

Seiteneingang Alter Bundestag

Da war ja neulich Wahl, und davor war Wahlkampf. Weil meine Töchter endgültig im politikfähigen Alter sind, was bedeutet, dass sie aber auch über alles diskutieren müssen, machte ich dabei die Feststellung, dass es keinem Politiker und keiner Partei während dieser Wochen ausreichend gelungen war, sich wirklich über Inhalte auszutauschen. 

Adenauer auf der Bundesallee

Wofür steht denn nun die CDU oder die SPD, was wollen die Grünen ausser Umweltschutz noch und warum ist die FDP ihr schlimmster Alptraum? Für meine beiden Damen im Alter von sechzehn und vierzehn waren solche Fragen nur mit intensiver eigener Internetrecherche zu beantworten. Von Plakaten, Twitter, Facebook oder Fernsehtalks wurden sie nicht schlauer. Sie fanden die MLPD hier in der Region gut, weil am letzten Wochenende vor der Wahl in Solingen in der Fussgängerzone die MLPDler zum Stand der AfD hinübergegegangen waren und den AfDlern sehr engagiert ihre Meinung kund getan hatten, was damit endete, dass die Damen und Herren Kommunalpolitiker sich gegenseitig an der Krawatte hatten und von der Polizei getrennt werden mussten. Aber bei den anderen Parteien sah das anders aus. Frau Noll von der CDU verteilte auf Markt in Langenfeld Waffeln, die Piraten in Düsseldorf Luftballonsäbel und bei den Linken gab es Zuckerwatte. Greifbare Informationen gab es dagegen nicht.

Bar vor dem Alten Bundestag

War das anders, als ich zum ersten Mal zur Wahl gehen durfte? Ich bin in der Bonner Republik gross geworden, mein politisches Interesse begann mit der Auseinandersetzung um den NATO- Doppelbeschluss. Während der Bundestagsdebatte stand in einem Raum in unserer Schule ein Fernseher, auf dem den ganzen Tag die Live- Übertragung lief. In den Pausen oder in den Freistunden hockten wir uns davor und buhten CDU- Politiker aus. Ich kann mich noch an die Gründung der Grünen erinnern und die Kampagne "Die grüne Raupe kommt". Mein Mann war mit dem Moped auf einem Ostermarsch dabei, zumindest bis es ihm und seinem Freund zu langweilig wurde, weil die alle so langsam fuhren.

Wirklich elegante Wegrandbeleuchtung

Ich glaube, der Unterschied zwischen der Bonner und der Berliner Republik war der, dass wir uns die Informationen, die wir haben wollten, selbst zusammensuchen mussten, aber dafür von diesen unsinnigen Schlagworthäppchen, die uns heute minütlich um die Ohren fliegen, verschont blieben.

Bundesallee

Letztes Jahr war ich noch einmal in Bonn, als ich die Volleyballmädels vom Schiedsrichterlehrgang abholen musste. Da der Tag wegen der Fahrerei ohnehin im Eimer war, machte ich einen langen Spaziergang durch das alte Regierungsviertel. So richtig lebendig war das ja da nie, aber jetzt ist es endgültig tot. Teuer zwar, aber eben "toter als der Zentralfriedhof von Chicago", wie John LeCarré das so schön nannte. Ich war am Alten Wasserwerk, wo der Bundestag zusammenkommen musste während des Umbaus; den Behnisch- Bundestag habe ich mir angesehen, der ja dann schneller aufgegeben wurde, als seine Bauzeit betrug. Der gruselige Adenauer auf der Bundesallee steht auch noch da. Aber das meiste ist irgendwie neu, wobei sich der Zweck der Investition nicht immer auf den ersten Blick erschliesst. Irgendwie machte mich dieser Spaziergang melancholisch. Ich hatte das Gefühl, hier geht es nur noch um Archäologie.

Niegelnagelneues Parkhaus

Die Bonner Republik ist endgültig Geschichte, die Berliner Republik hat sie vollständig verdrängt. Ich glaube, deswegen ist es mir auch so schwer gefallen, den Mädels zu erklären, worum es den Parteien eigentlich geht. Denn sie haben sich mit verändert. Die FDP ist nicht mehr der Ort des bürgerlichen Liberalismus, die SPD vertritt keine Arbeiter mehr. Natürlich müssen sich Politiker mit den Gegebenheiten des Jetzt auseinandersetzen, es wäre nur wirklich schlecht, wenn sie dabei endgültig ihre Haltung verlieren würden. Haltung kommt nämlich niemals aus der Mode!

Vereinte Nationen, gläsernes Büro


Die Bilder sind an einem Winternachmittag mit der Canon Eos 5 d entstanden, das heisst, das Licht war eigentlich immer der Feind. Bearbeitet habe ich sie mit Photoshop Elements.



Donnerstag, 28. September 2017

Urbansketching: Ende der Biergartenzeit

 



Ist es euch auch aufgefallen?

Die Biergärten räumen zusammen und die Cafés holen nach und nach die Tische und Stühle herein. Gestern hatte das Eiscafé in Solingen- Gräfrath schon geschlossen. An den Bäumen vor dem Kaffeehaus am Markt hängst zwar noch eine Lichterkette, aber die Sitzgelegenheiten sind bereits zur Hälfte verschwunden. 

Ich nehme an, die ganz Unermüdlichen schleppen bald die Heizpilze und Fleece- Decken nach draussen. 

Für die anderen beginnt der Winterdornröschenschlaf.


Freitag, 22. September 2017

Urbansketching

(...allerdings nicht so richtig "urban"!)


Schleiferei Wipperkotten, rückwärtige Seite

Chrysanthemen auf dem Bauernhof
Restaurant Friedrichsaue und Feld vom Gemüsebauern Schmidthaus

So gegen Ende der schönen Tage muß man jede Gelegenheit nutzen, um noch einmal vom Hof zu kommen. Gestern nachmittag passte alles: schönstes Altweibersommerwetter und sämtliche Nachmittagsverpflichtungen fielen aus. Also machte ich mich aus dem Staub, bevor irgendjemandem eine andere nützliche Beschäftigung für mich einfallen konnte. Ich schnappte mir Zeichenkram und Hund, um eine Runde um die Wupper zu drehen. 
Ich kam mir vor, als sei ich schon in Rente. 
Herrlich!



Dienstag, 5. September 2017

Der glücklichste Moment dieses Sommers


Bretonischer Vorgarten


Wenn die Sommerferien beginnen, bin ich immer so euphorisch. Das ist eigentlich Unsinn, denn schließlich haben meine Töchter über sechs Wochen frei und nicht ich. Trotzdem breitet sich in mir so ein relaxtes karibikartiges Feeling aus, das ist bestimmt irgendwie psychologisch zu erklären (Freiwillige vor!) Außerdem wollten wir in diesem Jahr zwei Wochen in die Bretagne fahren, das war noch ein weiterer Grund zur Vorfreude.
Als Bretagnebesucher ist man praktisch gezwungen, Streifenshirts zu tragen. Also dachte ich mir, nähe ich doch zur Abwechslung eins. Ich wühlte mich durch die weite Welt des WWW, wo ich das Mandy Boat Tee entdeckte, das nicht nur mit einem schönen U-Boot- Ausschnitt, halblangen Ärmeln und einem lässigen Sitz punkten konnte: es war auch noch umsonst. Hah, da jubelte mein innerer Sparfuchs! Was ich am Schnitt zu sparen gedachte, wollte ich beim Stoff wieder drauflegen. Und weil ich für Optimismus nur eine Farbe kenne, nämlich ROSA, erwarb ich einen hübschen Jersey in Hellrosa mit feinen roten Streifen.

Rosa Inspirationen

Am nächsten freien Sonntag machte ich mich ans Werk. Beim Zuschnitt kam ich ein bißchen ins Grübeln, das war schon ziemlich viel Shirt! Doch ich glaube ja beim Nähen unterbewußt immer, dass ich keine Ahnung habe, deswegen werkelte ich unverdrossen weiter. Aber die Anprobe des fertigen Shirts war der Brüller: ich sah aus wie eine Figur aus dem Triadischen Ballett von Oskar Schlemmer. Die Ärmel waren eng wie geplant, aber Vorder- und Rückenteil waren viel zu weit. Ich war sehr geometrisch.  Ehrlich, wenn der Jersey nicht so teuer gewesen wäre, hätte ich das Ding direkt entsorgt.




Eigentlich hätte ich von selbst darauf kommen können, wo der Fehler liegt. Ich habe das oben mal illustriert. Wenn man so wie ich eher "fraulich" konstruiert ist (so ein Ausdruck meiner Omma, den ich vor dem Aussterben zu bewahren gedenke, so nett finde ich ihn)  und man etwas sehr Weites aus einem Stoff macht, der nicht vollkommen fliessend ist, steht das Kleidungsstück über den am stärksten hervortretendsten Punkten ab: vorne sind es die Brustspitzen, hinten ist es die Wölbung an den Schulterblättern. Das ergibt eine zeltartige Form, die -vorsichtig formuliert- nicht unbedingt jedem steht. Tja, das mußte ich ändern. Ich schnitt links und rechts 4 cm weg und rundete den Übergang zu den Ärmeln ab, in der Hoffnung, dass das alles so passen würde. Ich habe das Shirt also insgesamt um 16 cm schmaler gemacht, das ist mal eine Ansage! Ich hatte Glück, es funktionierte. Ich hatte mein Urlaubs- Optimismus- Streifenshirt für die Bretagne.


Aber dann ging alles schief. In unserer Firma jagte eine Katastrophe die nächste, die Wohnung, die wir renovieren mussten, wurde nicht fertig und meinem armen Mann splitterte ein Stück vom Meniskus ab. Ich wußte noch nicht einmal, dass Menikusse (oder Meniski?) so etwas Fieses überhaupt tun. Schweren Herzens mußte ich mit den Mädels alleine nach Frankreich fahren. Es war sehr schön in der Bretagne, ich habe darüber ausführlich geschrieben (wer es nachlesen mag, findet das hier). Wir hatten allerdings weder WLAN noch zuverlässigen Empfang, deswegen war es schwieriger als sonst, sich daheim zu melden. 

Und damit komme ich zum glücklichsten Moment des Sommers: als ich nach zwei Wochen zu Hause ankam, konnte endlich wieder meinen Mann küssen!

Schnitt: Mandy Boat Tee
Stoff: bei Karstadt in Köln gekauft

Sonntag, 3. September 2017

Donnerstag, 31. August 2017

Hans- Kurt und das Leben der Bohème


Als wir neulich die Wohnung der alzheimerkranken Tante meines Mannes ausräumten, weil sie ins Altenheim in die Eifel umgezogen war, fand ich zwei alte Fotoalben. Da keiner sonst sich dafür interessierte, nahm ich sie mit nach Hause und sah sie mir an.
 

Ich kannte diese Tante namens Hannelore nur als schwatzhafte alte Frau mit Rollator. Niemand konnte sie so recht leiden. Dann wurde sie krank. Sie büxte aus und patroullierte im Nachthemd durch die Innenstadt, fuhr ohne Geld mit dem Taxi durch Düsseldorf, weil sie nicht mehr wusste, wo sie war und verdächtigte ihre Schwägerin, die mit ihr im gleichen Haus wohnte, ihr das Waschmittel geklaut zu haben. Nach einigem Hin und Her gelang es ihrer Nichte, einen Platz in einem Heim für sie zu finden. Hannelore erkennt mittlerweile niemanden mehr.
Hans- Kurt war ihr Ehemann. Er und sein Bruder kamen aus Pommern. Beide waren während des Krieges in russischer Gefangenschaft, nach ihrer Entlassung mussten sie lange nach ihrer Familie suchen, denn aus ihrem Heimatort Stolp waren alle Deutschen vertrieben worden. Nach einigem Hin und Her fanden sie ihren Vater und ihre Stiefmutter (die leibliche Mutter war in der Ostsee ertrunken, als die beiden Jungs noch sehr klein waren) bei Verwandten hier im Rheinland wieder. Der Vater war vor dem Krieg Bauunternehmer gewesen: was lag also näher, als eine neue Bauunternehmung aufzumachen? Hans- Kurt wurde der technische Zeichner der neuen Firma, sein Bruder Ulrich, der viel jünger war, machte erst sein durch seine Einberufung in die Wehrmacht unterbrochenes Abitur zuende und stieg dann in eine Kombination aus Ausbildung und Studium zum Bautechniker ein. Als er damit fertig war, folgte er seinem Bruder in den Familienbetrieb.
Im bauwütigen Nachkriegsdeutschland wurde die Firma sehr schnell erfolgreich. Die beiden Jungs, die im Krieg noch Hunger gelitten hatten, hatten plötzlich genug Geld, um ihr Leben zu geniessen und sich ein paar Statussymbole leisten zu können. Wie das Leben so spielt, fanden beide auch zu dieser Zeit die Frau für's Leben.
Hans- Kurt verliebte sich in Hannelore und heiratete sie. Die beiden Fotoalben, die ich gefunden habe, sind wahrscheinlich während ihrer Hochzeitsreise entstanden. Das neue Ehepaar fuhr mit VW- Käfer und einem Zelt, das aussah wie Hemingways Afrika- Safari- Zelt, den Rhein entlang, wo sie sich die romantischen Burgruinen ansahen. Dann zuckelten sie durch Österreich. Ich habe wunderbare Bilder von ihren Bergtouren gefunden, Hannelore braungebrannt in Shorts mit einem riesigen chinesisch aussehenden Strohhut. Irgendwo hat sie sich ein Dirndl gekauft, damit hat Hans- Kurt sie sehr oft fotografiert. Sie gingen in Bergseen schwimmen und nahmen Sonnenbäder auf gemütlich aussehenden Liegen, von denen ich mir ganz sicher sind, das sie nicht in den Käfer gepasst haben. Abends servierte Hannelore stolz selbstgekochtes Campingessen sitlvoll auf einer karierten Tischdecke mit Blümchenvase. Auf diese Weise kamen sie bis nach Norditalien. Ich stelle mir vor, dass sie in Verona unter Julias Balkon standen: das kann ich zwar fotografisch nicht belegen, aber ich finde die Vorstellung so schön!
Irgendwann ist auch die tollste Reise zu Ende. Daheim kamen in den nächsten Jahren Enttäuschungen auf sie zu. Der jüngere Bruder Ulrich erwies sich als der Tüchtigere. Als der Vater seinen Ruhestand antrat, übernahm Ulrich den Laden, Hans-Kurt blieb sein Angestellter. Während sein Bruder Vater von drei Kindern wurde und ein feudales Haus mit Swimmingpool baute, blieben Hans- Kurt und Hannelore kinderlos. Sie zogen zur Miete in die 1. Etage eines Hauses, das dem Vater gehörte. Irgendwann wurde Hans- Kurt krank (zum Teil war das seiner Kettenraucherei geschuldet). Er gab auf und wollte das Haus nicht mehr verlassen. Sie verloren ihre wenigen Freunde, bis sie nur noch sich selbst hatten. Hannelore, die eigentlich recht gesellig war, muss sehr darunter gelitten haben. Als ihr Mann starb, war sie endgültig einsam. So habe ich sie kennengelernt.
Die beiden Fotoalben erzählen die Geschichte von Hans- Kurt und seiner Hannelore, als sie glücklich waren. Ich finde es tröstlich, dass es diese Zeit für sie gegeben hat. In der Collage oben wollte ich das darstellen. Der Mann mit dem gewagten Cordanzug, der sich da so fesch auf der Käfermotorhaube lümmelt, ist tatsächlich Hans- Kurt, die Modezeichnung habe ich genommen, weil Hannelore sich bestimmt wunderschön und perfekt gefühlt hat, als ihr Ehemann so verliebt in sie war. 
Es ist traurig, dass es ihnen nicht gelungen ist, das wunderbare Gefühl ihrer großen Reise für ihr weiteres Leben zu bewahren.

Freitag, 18. August 2017

Wer ab und zu bei mir auf Instagram reinschaut, hat vielleicht gesehen, dass ich meinen Sommerurlaub dieses Mal in einem besonderen Teil Frankreichs verbracht habe: in der

Wenn man an Frankreich denkt, kommt einem nicht unbedingt zuerst die Bretagne in den Sinn. Irgendwie ist es hier nicht so französisch. Das Wetter ist rauher, die Bewohner haben neben dem Französischen eine eigene Sprache (die sie auch benutzen) und die Dörfer sehen eher keltisch aus. Natürlich kultivieren die Bretonen diesen Eindruck nach Kräften, die Geschichten um Asterix spielen nicht umsonst hier.

Wächst wegen des Klimas hier wie Unkraut: Agapanthus
Außerdem ist die Bretagne ziemlich gross. Die einzige Möglichkeit, alles auf einmal zu sehen, besteht in einer Reise mit einem Wohnmobil. Mein Mann und ich waren schon mehrmals da, ohne und mit den Kindern. Diesmal hatten wir uns für die Nordwestküste entschieden, die


Die Küste hier ist nicht so spektakulär wie die Felsen im Westen. Es gibt viele einsame, blendend weiße Sandstrände. Weil das Meer sehr flach ist, zieht es sich bei Ebbe kilometerweit zurück und läßt eine beinahe unwirkliche Wattlandschaft zurück. Man kommt sich darin vor wie in einer Wüste, vor allem bei Sonnenschein mit richtig stahlblauem Himmel. 

Hund im Glück

Vielleicht erinnert sich jemand an die Szene aus dem Film "Independence Day", in der Will Smith das bewußtlose Alien durch die weiße Ebene Nevadas zieht. Das hätte hier gedreht werden können. Allerdings müsste man die Franzosen herausphotoshoppen, die durchs Bild tappen, weil sie kleine Krabben fangen und Muscheln suchen. Das machen sie im übrigen auch bei strömendem Regen.
Womit ich beim Bretagne- Wetter wäre: hier gibt es alles. Sommersonne mit wolkenlosem Himmel oder mit Zuckerwattewolken, bedeckter Himmel, Windböen, Nieselschauer, Weltuntergangsregen, manchmal alles an einem Tag. Auf jeden Fall erlebt der Bretagnereisende diese Wetterkapriolen alle garantiert während einer Woche. Die gute Nachricht ist, dass dabei die Temperatur im Sommer  konstant zwischen 20 und 25 °C bleibt. Leider sind durch dieses Klima die Häuser innen immer ein wenig feucht. Wenn also die Sonne scheint, heißt das: nichts wie raus!


An der Côte des Abers gibt es ebensoviele Sehenswürdigkeiten wie in den anderen Teilen der Bretagne, man sollte sich darauf einstellen, viel mit dem Auto herumzufahren. Es geht voran, sobald man auf der Nationalstraße N 12 ist. Keine gute Idee ist es, über die Départementstraßen zu gondeln, weil man zwar durch jedes pittoreske Dörfchen fährt, das dauert aber ewig. Die Leuchttürme auf der Île d'Ouessant z.B. sind wirklich toll, aber schwer zu erreichen. Dieser Küstenbereich ist einer der gefährlichsten der Welt für die Schiffahrt, und nachdem es gelungen war, die Bretonen davon zu überzeugen, dass falsche Leuchtfeuer zwar lukrativ, aber Unrecht sind, wurden an dieser Stelle zehn (!) Leuchttürme aufgestellt, die heute ein Ziel für begeisterte Hobbyfotografen sind. Kunstgeschichtlich Interessierte sollten die

von St. Thégonnec und Guimillau besuchen. 
Ein Enclos ist ein von einer Mauer umgebener Kirchenbezirk, bestehend aus der Kirche, dem Friedhof, einem Beinhaus und dem Calvaire (Kalvarienberg), einem steinernen Monument, auf dem sehr bildreich die Leidensgeschichte des jeweiligen Ortsheiligen dargestellt wird.





Sie stammen aus der späten Gotik und der frühen Renaissance und wurden in einem naiv-bäuerlichen Stil ausgeführt. Mich erinnern die Figuren an die expressionistischen Werke Ernst Barlachs. St. Thégonnec und Guimillau konnten sich damals solche aufwändigen Bauprojekte leisten, weil sie im 15. Jahrhundert durch die Leinenweberei eine kurze Zeit sehr viel Geld verdienten. Von diesem Reichtum sieht man heute leider nichts mehr. Das bekannteste Städtchen ist
Hier gibt es eine schöne Kirche, die Cathédrale St. Corentin, mit malerischer Altstadt darum herum zu bewundern. Wie überall in der Bretagne halten sich die Touristenströme in überschaubaren Grenzen, was ich angenehm finde.


Empfehlenswert ist die überdachte Markthalle, wo man sehr schön Essen kaufen und Essen gehen kann. Interessanterweise hat es hier ein grosse Straßenmusikerdichte. Man kann an jeder Ecke jemanden sehen und vor allen Dingen hören, der ein keltisches Instrument spielt: Harfe, Flöten, eine Art Dudelsack (laut!) und eine Trötentrompete, die bestimmt ganz anders heißt und sich nach Schlangenbeschwörung anhört. Das Dings gibt allerdings so durchdringende Töne von sich, dass die Schlangen sich Hände wünschen würden, um sich die Ohren zuzuhalten. 

Angenehm leise: Harfe und Geige

Wenn man den Reiseführern glauben will, ist
kaum der Mühe wert. Das liegt daran, dass die Stadt im 2. Weltkrieg bis auf die Hafenfestung vollständig zerstört wurde und deswegen auch keine schnuckelige Schlumpfhausenaltstadt vorzeigen kann. Dazu kommt, dass der Roman "Querelle" von Jean Genet hier spielt, bei uns in Deutschland bekannt geworden durch eine düstere, deprimierende Fassbinder- Verfilmung.


Das heutige Brest entstand in den 50er Jahren am Reissbrett, die Architektur ist also reinste klassische Moderne. Ganz ehrlich: die Reiseführer tun der Stadt unrecht. Brest ist hell und freundlich. Die Kirche St. Louis beeindruckt schon allein durch die Höhe von 24,50 m im Innenraum, die schmalen Fenster wirken atemberaubend. Im Hafen residiert die französische Marine, auch das ist für manchen Besucher interessant genug. Ausserdem findet sich hier die einzige ernstzunehmende Shoppingmeile der Umgebung. Das klingt banal, aber wenn man wie ich zwei Wochen mit zwei Teenagerinnen unterwegs ist, kann das einen Urlaub deutlich aufpeppen.

Wenn der Hund nur lesen könnte...

Es gibt z.B. einen großen Séphora (sozusagen der französische Douglas, nur cooler!), der von Mädels belagert wird. Für den Nerd findet sich eine wunderschöne Buchhandlung, die auch Titel in englischer und deutscher Sprache führt. Außerdem ist die Comicbuchabteilung süchtigmachend gut sortiert. Für Teenagerjungs hat Brest ausreichend Auswahl an Sportgeschäften mit coolen Turnschuhen und Computerspielbuden. Am Hafen reihen sich hübsche Cafés und Restaurants aneinander, hier können sich die Geldgeber aka Eltern erholen von den Mühen des Shoppens. Und dann ist da
Das ist so ein echtes Touristenstädtchen, das muss auch mal sein. Angeblich hat Maria Stuart hier Station gemacht, bevor sie den König von Frankreich heiraten sollte. Stimmen muss das nicht unbedingt; das Gebäude, in dem sie gewohnt haben soll, gibt es jedenfalls nicht mehr.


Neben seiner malerischen Altstadt ist Roscoff für die Gemüseproduktion bekannt, vor allem für die Zwiebeln. Dazu gibt es eine hübsche Geschichte: der Bauer Henri Olliviet soll mit einem Schild "Englische Zwiebeln taugen nichts" auf dem Markt in London Zwiebeln aus Roscoff angeboten haben. Die Londoner glaubten ihm. Daraus entwickelte sich die Traditon der "Onion Johnnies", bretonische Händler mit schwerbeladenen Fahrrädern, die ihre Ware in England anboten. Wenn man das weiss, wundert man sich nicht mehrüber die Zwiebelzöpfe an den Souvenirständen. Touristen, die hier Picknick machen, werden überall von riesigen Möwen belauert, das erinnert ein wenig an Hitchcocks "Die Vögel".


Prähistorische Funde wie Menhire und Hünengräber gibt es an der Côte des Abers selbstverständlich auch, z.B. MenMarz, immerhin erstaunliche 8,00 m hoch. Das bekannteste Bauwerk ist und bleibt natürlich das Alignement von Carnac. Von hier aus muss das ziemlich weit fahren, und man sollte bedenken, dass die Steinreihen mittlerweile eingezäunt und nur an einigen Stellen von aussen zu bewundern sind. Also: nur für Hardcore- Kelten zu empfehlen!

Für Aktive bietet die Bretagne ebenfalls eine Menge. Wandern kann man gerade an der Küste ganz wunderbar. Die ausgedehnten Dünenlandschaften in Keremma oder St. Maguerite bieten sich da an. Zum Teil sind die Dünen als Naturschutzgebiet ausgewiesen, gerade als Hundebesitzer sollte man darauf achten. 


Gesegelt wird praktisch immer. Wenn genug Wind da ist, wird auch gerne das Windsurfboard herausgeholt. Schwimmen kann man natürlich auch, aber das ist schon ziemlich kalt, Golfstrom hin oder her. Viele machen Fahrradtouren, z.T. auch mit Übernachtungen auf den zahlreichen Campingplätzen. Und natürlich rennradelt man hier, was das Zeug hält. Sonntags gibt es immer irgendwo eine kleine Rundfahrt mit Zeitmessung, eine Tour de France im ganz Kleinen sozusagen.


Wer Bedenken wegen des Verkehrs hat, den kann ich beruhigen; die Bretonen sind ausgesprochen fahrradfreundlich und fahren entsprechend rücksichtsvoll. In Plouneóur- Trez, wo wir ein Ferienhaus gemietet hatten, gibt es als besonderes Angebot eine Schule für Strandsegler. Vielleicht hat der eine oder andere in St. Peter Ording so etwas schon einmal gesehen. Es gibt Kurse sowohl für Erwachsene als auch für Kinder, die sehr gut besucht sind.


Die Bretagne muss man so mögen, wie sie ist; denn so wie hier, ist es eben nirgendwo sonst. Ich kann auch nur schwer Vergleiche ziehen mit anderen Ferienzielen an der Küste. Es ist vielleicht die eigenwillige Mischung aus dem Leben auf dem Land und am Meer, aus französisch- bretonischer Lebensart und keltisch geprägter Geschichte. Kommt man hierher, muss man sich selbst beschäftigen können, geboten wird dem Touristen wenig. Manche Leute fahren enttäuscht vom Wetter und vom Beachlife wieder nach Hause; diejenigen aber, die sich auf die Bretagne einlassen, kommen immer wieder.


So wie wir.

Ein paar nützliche Hinweise

1. Anreise
Am besten geht es mit dem Auto. Die Bretonen eigenbröteln im Bezug auf Flugzeuge und Züge ein wenig, daher kommt man am Individualverkehr kaum vorbei. Allerdings ist die Anreise von Deutschland wirklich weit, wird von Staus an den Péages (Autobahnmautstellen) behindert und hinter Rennes gibt es auch keine Autobahn mehr, sondern nur noch National- und Départementstrassen.


2. Verkehr
Es gibt viele Touristen hier, aber die verteilen sich. Die Franzosen halten sich an ihre Tempolimits (Nationalstrasse 110 km/h, Départementstrasse 90 km/h, Städte 50 km/h) und sie wissen auch warum. So ein bißchen Raserei kann nämlich richtig teuer werden. Wenn eine Radarmessung angekündigt wird, dann ist da auch eine. In allen Städten und Dörfern gibt es an den unsinnigsten Stellen Kreisverkehre, weil die von der EU gefördert werden. Der Verkehr läuft dadurch ziemlich flüssig, allerdings sieht man nie die Wegweiser zum nächsten Ort, weil das Innere des Kreisverkehrs so schön bepflanzt wird wie eine Landesgartenschau. An allen touristischen Attraktionen gibt es ausreichend Parkmöglichkeiten, entweder kostenlos oder für kleines Geld. Die Parkscheinautomaten sind ein Kapitel für sich, man lernt sie aber zu beherrschen.


3. Wohnen
Natürlich gibt es Pensionen und Hotels, aber die meisten Urlauber mieten sich in Ferienhäusern und -appartements ein. Traditionell findet man von Deutschland aus ein gutes Angebot bei Interchalet, die Franzosen nutzen immer noch Gîtes de France gerne. Campingplätze gibt es praktisch überall, gerade entlang der Küste. Die Betreiber sind auch ziemlich flexibel, also kein Vergleich mit Deutschland oder Holland.


4. Essen
Ich will niemandem auf die Füsse treten, aber die bretonische Küche ist nicht unbedingt eine Offenbarung. Viel Salz, viel Butter, schwere Gemüseeintöpfe: sommerlich leicht ist das alles nicht. Auf die Hand gibt es süsse Crépes oder die herzhafte Variante, Galettes genannt. Für Selbstversorger findet sich praktisch überall ein Supermarkt mit Vollsortiment, also auch mit Schreibwaren, Textilien oder Spielzeug. Jeder dieser Märkte verfügt über eine beeindruckende Fischtheke. Für Vegetarier werden sehr wenige Ersatzprodukte aus Soja etc angeboten. Fast alle Märkte haben eine eigene Biomarke. In Lesneven gibt es einen gut sortierten Biosupermarkt mit z.T. aus Deutschland importierten Marken. In den meisten Dörfern findet ein- oder zweimal in der Woche ein Wochenmarkt statt, es lohnt sich, auf die Ankündigungen zu achten. Das Preisniveau ist in Ordnung, manches ist teurer, dafür ist anderes preiswerter.


5. Sprache
Hier wird bretonisches Französisch gesprochen, und das ziemlich schnell. Stellt der Gegenüber fest, dass man nicht die Bohne versteht, spricht er langsam wie zu einem Deppen oder versucht es in Gebärdensprache. Manche Bretonen sprechen Englisch oder ein paar Brocken Deutsch, grundsätzlich sollte man aber Französischkenntnisse haben. Allerdings sind die Leute wahnsinnig freundlich, also nur keine Hemmungen, wenn man sich bei der einen oder anderen Vokabel nicht sicher ist. Das kann sehr lustig sein!