Montag, 12. Februar 2018

12 von 12

 

im Februar


Wenn man so wie wir im Rheinland wohnt, ist man am Rosenmontag in seinem Wirken recht eingeschränkt: entweder man ist Karnevalsjeck oder eben nicht. Der Jeck hat es einfach, der macht so ganz normales Jeckenzeug wie sich kostümieren, Umzüge besuchen und/ oder Alkohol konsumieren. Der Nicht- Jeck kann seine Wohnung renovieren, die Beine in die Hand nehmen, um sich zu verdünnisieren, oder einfach nur durchhalten. Wir gehören dieses Jahr zur letzten Fraktion.


1.
Da ich heute Urlaub habe, ist morgens nicht nur ein Tässchen, sondern eine Kanne Tee zeitlich drin.

2.

Seit einer Woche bin ich besessen von Thrillerschockern. Nach "Der rote Drache" als Buch und "Sieben" als Film habe ich das jetzt zu Ende gelesen. Sollte ich mir Sorgen machen?

3.
Es ist Olympia! Ich als bekennnender Sofasportler bin voll in meinem Element. Im Ernst, ich gucke mir jeden Kappes an: gestern z.B. einen Ausscheidungswettkampf im Mixed Curling zwischen China und Norwegen. Heute morgen stand die Entscheidung im Teamwettbewerb Eiskunstlaufen auf dem Programm.

4.

Ich habe mal einen Blog gelesen, der sich darum dreht, was typisch deutsch ist. Neben Sauerkraut und Herumgerase auf der Autobahn war ein wichtiges Kriterium, dass man weiß, ob man Aldi- Süd oder Aldi- Nord ist.

5.

Ich beschäftige mich gerade mit Porträts von Malern. Das hier ist Albrecht Dürer, und der Bursche macht es mir nicht unbedingt leicht.

6.
Als der Herr den Menschen schuf und der ihn bitterlich enttäuschte, ließ er es nicht bei der Sintflut bewenden, sondern erfand das Finanzamt gleich mit. Heute habe ich Rechnungen usw. sortiert und abgeheftet, morgen muss ich Nebenkostenabrechnungen machen. Puh!

7.
Der GöGa versprach mir als Nikolausi leichtsinnigerweise, meinen Bus gründlich zu säubern. Nachdem ich ihm heute mit der Auflösung unserer Ehe gedroht habe, ist er zähneknirschend in Waschanlage gefahren.

8.
Weil die Mädels heute schulfrei haben, war meine "Kleine" aus lauter Langeweile bereit, mit mir und dem besten Hund von allen eine Hunderunde zu gehen.

9.
Ein weiteres Projekt: Ich nehme an einer Instagram- Challenge teil.

10.
Zum Abendessen geht es einem Wirsing an den Kragen. 

11.
Im Februar draußen Grillen geht nur geschützt auf der Terrasse. Der GöGa hat heute den kleinen Gasgrill herausgekramt, weil er Entzugserscheinungen verspürte.

12.

Feierabend für heute: dafür haben wir schließlich ein neues Sofa gekauft!


Samstag, 10. Februar 2018

 

künstler #03

 

Leonardo da Vinci 


 


Eigentlich hätte ich ja mit ihm anfangen müssen: Leonardo! Für mich ist er das große Vorbild, seit ich mich überhaupt mit dem Zeichnen beschäftige. 
Er war bekanntermaßen ein Universalgenie: er malte, zeichnete, entwarf alles (Un-)Mögliche und versuchte die Welt genau zu beschreiben, um sie verstehen zu können. Er hatte einen offenen Blick auf jedes Phänomen, das ihm vor die Skizzenfeder kam. Vor allem aber war geistig so unabhängig, wie man es als Renaisance- Künstler, der seine Arbeit an Mäzene wie die Medici oder die Sforza verkaufen mußte, nur sein konnte. Wie er wirklich ausgesehen hat, weiß man nicht. Das Selbstporträt, das er mit 65 Jahren in Frankreich von sich selbst gezeichnet haben soll, zeigt ihn als müden alten Mann. 
Aus seinen jungen Jahren in Florenz gibt einen Gemäldeentwurf, auf dem er vermutlich in einer Nebenrolle zu sehen ist; es könnte ebenso sein, dass er seinem Lehrmeister Verrocchio für die Skulptur des David Modell gestanden hat. Gesichert ist das nicht.


Er soll jedenfalls sehr attraktiv gewesen sein. Aber auch da muß man skeptisch bleiben, weil er zu seiner Zeit bereits ein Star war. Die Renaissance feierte den idealen Menschen: ein solches Genie wie Leonardo konnte daher natürlich keine körperlichen Defizite haben. Das Bildnis von sich als altem Mann kann auch maßlos übertrieben sein, weil Leonardo ebenso gerne und interessiert Porträts besonders schöner wie besonders skurriler Gesichter gezeichnet hat. Der Verlut seiner eigenen jugendlichen Attraktivität scheint ihn jedenfalls getroffen zu haben.
Er hat viel experimentiert, dabei ist er oft genug grandios gescheitert. Seinen Helfer brachte er beinahe mit einer Flugmaschine um. Das "Abendmahl" malte er mit einer neuen, selbsterfundenen Technik mit dem Erfolg, das es schon wieder von der Wand fiel, bevor es überhaupt fertig war. Und er brachte wirklich sehr wenig zu Ende, weil er entweder von einer neuen, genialen Idee abgelenkt war oder nicht zufrieden mit dem Ergebnis, das er erzielt hatte. Er schleppte das Bildnis der Mona Lisa bis zu seinem Lebensende mit sich (der Auftraggeber bekam es nie in die Hände), weil er dieses Porträt als beinahe vollendet ansah.

Trotzdem - oder vielleicht genau deswegen- haben seine Zeitgenossen ihn zutiefst bewundert.
 

Dienstag, 6. Februar 2018

Wiedersehen macht Freude

 

Irgendwie isses ja komisch: der Mensch verändert seine Gewohnheiten nicht gerne und je älter man wird, desto schlimmer entwickelt sich das.
Ich weiß natürlich, dass die MMM- Sache viel Arbeit und Schererei ist (umso schöner, dass es überhaupt jemand macht), aber ich vermisse meine wöchentliche Kleiderschau. Außerdem habe ich bei mir beobachtet, dass ich gar nicht weiß, was ich alles schreiben soll, weil ich dies und das zu erzählen habe... und ich könnte ja noch... sonst muss das bis nächsten Monat warten und...
Also schön, halte ich mich an das, was bei meinen Schwiegereltern immer auf einem Holzbrettchen neben dem Telefon hing:"Fasse Dich kurz!"

Mit Strickjacke und Mütze (ich muss dringend zum Friseur)

Ich habe mir zum Beispiel noch ein RosaPe Kleid No. 1 genäht, im Prinzip so, wie ich das schon einmal gemacht habe. Eigentlich wollte ich den grauen Stoff mit dem Wasserschadengeruch verwursten, aber ich bekam Zweifel, ob das nicht wie ein Büßerhemd aussehen würde. Am Schnitt mußte nichts geändert werden; ich habe es zwar 1 cm länger gelassen als das erste, gebracht hat das aber keinen sichtbaren Effekt. Der Stoff ist von Swafing nach einem Design von Jolijou, den ich im örtlichen Stoffladen gekauft habe. Ich fand das Muster mit den kleinen Dalapferden einfach hübsch. 

Ohne Strickjacke, so sieht man es besser!

Wenn man an so einem einfachen Kleid mit langen Seitennähten vor sich hin näht, hat man ja Zeit. Ich guckte auf meinen Stoff herunter und fragte mich: was sind Dalapferde eigentlich? Wieso Pferde? Und was machen die auf meinem Kleid?


Für solche existentiellen Fragen ist das Internet erfunden worden. Wikipedia behauptet, Dalapferde seien ein Symbol für Schweden. (Na ja, da fallen mir aber noch andere Sachen ein, Köttbullar beispielsweise!) Sie kommen aus der Gegend Dalarna, als Vorbild dienten handgemachte Holzspielzeuge der bäuerlichen Bevölkerung, die im Winter hergestellt wurden. Da stellt man sich doch den Vater vom Michel aus Lönneberga vor, der vor dem Kamin ein Pferdchen für Klein- Ida schnitzt.
Die ursprüngliche Bemalung in Rot mit Blumenmotiven in Grün und Weiß wird Kurbitsmalerei genannt, was übersetzt Kürbismalerei heißt. Damit bezeichnet man eine traditionelle Bauernmalerei, die florale Muster mit religiösen Motiven verbindet. Kürbis ist im Hebräischen dasselbe wie Baum oder Busch, was mir nicht ganz einleuchtet: gab es in Palästina keine Kürbisse? Müsste ich mal googeln! Jedenfalls kann man so einen Bezug zum Buch Jona herstellen. Da läßt Gott einen Rizinus- Busch wachsen, um dem armen Propheten Schatten zu spenden. 
 Wo war ich jetzt?
Ah ja, Dalapferde!

Sehen wirklich hübsch auf Stoffen aus!
Solche Gedanken kommen mir, wenn ich mir ein Kleid nähe.
Kein Wunder, dass ich immer so lange brauche! 


Apropos lange brauchen: ich habe auch was gestrickt! Einen schönen langen, breiten roten Schal im doppelten Perlmuster habe ich fertig. Er hat sogar Fransen. Seitdem ich Audrey Tautou in "Zusammen ist man weniger allein" mit so einem Schal gesehen habe, bin ich davon besessen. Amy Pond  in "Dr. Who" trägt ebenfalls einen. Ich bin total stolz, weil ich das gute Stück auch beendet habe. In der Regel produziere ich aus Wolle nämlich Halbfertiges. 
Deswegen traue ich mich auch nicht, am Frühlingsjäckchen-Knitalong teilzunehmen: das ist so peinlich, wenn ich öffentlich Wolle kaufe und die tollsten Versprechungen mache, die ich niemals einlösen werde! Man läßt nun einmal nicht gerne vor den Augen der bloggenden Welt die Hosen herunter.
Zur Zeit mühe ich mich mit Socken ab. Eine davon ist fertig, aber auf die andere werden meine Füße wohl bis nächstes Jahr warten müssen. Da Nadelspiele und ich so gut miteinander auskommen wie Trump und der Diktator von Nordkorea (der Kim Soundso heißt, aber ich habe vergessen, wie genau... das könnte ich mal im Internet nachsehen!) werde ich eventuell auch erst im drauffolgenden Jahr fertig. Vielleicht würde es helfen, wenn ich auf Wikipedia irgendeinen abseitigen Sockenbeitrag finden würde... hm!

Bisher hat es nur ein Fuß schön warm.

Was ich aber eigentlich sagen wollte: ich freue mich, mir heute schicke Frauen und Männer in interessanter Kleidung ansehen zu können- ohne Werbung! Das ist wie Filme gucken im Öffentlich- Rechtlichen (oder bei Sky, nur nicht so teuer!).

Zum Schluss noch einen Out-Take: Mein Handy tut da gerade nicht, was ich gerne möchte. Man sollte ja meinen, wenn man einen Monat Zeit hat, einen Post vorzubereiten, könnte man ausnahmsweise vernünftige Fotos machen. Wie gesagt: KÖNNTE!


Montag, 22. Januar 2018

künstler #02

 

Vincent van Gogh

 

Der zweite Künstler, der mich total beeindruckt hat, ist Vincent van Gogh. Früher fand ich seine Bilder langweilig, ist das zu fassen? 
Das liegt an zwei Dingen: zum einen hängen auch heute noch überall grauenvolle Reproduktionen seiner Sonnenblumen herum, und zum anderen habe ich immer mehr gezeichnet als gemalt.
Van Gogh ist aber reine Farbe! 




Seine Bilder folgen eigentlich den Regeln klassischer Kompositionen, als Autodidakt war es für ihn ungeheuer schwierig, seinen Stil zu finden. Aber dann explodierten seine Bilder förmlich. Obwohl in der gleichen Zeit sein Leben vollkommen aus den Fugen geriet, malte er weiter, so lange er konnte.

Es gibt kaum Drucke, die seinen Gemälden gerecht werden. Wenn es irgendwie möglich ist, seht euch Van- Gogh- Bilder direkt an. Sie werden euch umhauen, versprochen!

Mittwoch, 17. Januar 2018

 

künstler #01

 

Andy Warhol


Kurz vor Weihnachten gab mein Laptop den Geist auf, einfach so. Ich konnte nach einem Windows- Update (was meiner Ansicht nach zu den Geißeln der Menschheit gehört) den Rechner nicht mehr starten. Da wir am nächsten Tag in den Skiurlaub fahren wollten und danach diese segensreiche Zeit Anfang Januar anbrach, in der man einfach niemanden zum Arbeiten bewegen kann, konnte ich das gute Stück erst nach drei Wochen zu meinem Computer- Gott bringen, damit er ihm wieder Leben einhauchte. 
Ich war also mehr als drei Wochen auf mich selbst zurückgeworfen sozusagen. Dabei kam ich auf die Idee, mich wieder mit Kunst zu beschäftigen, so wie (sehr viel) früher, als ich große Maler bewunderte wie andere Mädels Popstars. Als Kind/Teenager habe ich Unmengen an Künstlerbiographien gelesen, habe mich in Museen herumgedrückt und habe Gemälde aus Kunstbüchern abgezeichnet. Besonders Porträts hatten es mir damals angetan. Ich fing also an, mir zu überlegen, welche Künstler mich so beeindruckt haben, dass die Wirkung bis heute anhält. Und weil ich ja niemals so richtig erwachsen werde, habe ich angefangen, diese Künstler zu porträtieren. Mein persönlicher Starschnitt für's Wohnzimmer, wenn man so will. 




Den Anfang macht Andy Warhol. 

Ich mochte schon immer die Farbigkeit seiner Werke und das Erheben des Alltäglichen zur Kunst. Ich habe ihn gezeichnet zur Anfangszeit der Factory, bevor Valerie Solanas auf ihn schoss. Zu diesem Zeitpunkt war er noch dabei, seine Kunst zu entwickeln. Die Siebdrucke gab es schon, mit den Filmen über die Superstars hatte er gerade erst begonnen, die Zeitschrift Interview existierte noch nicht.

Er war selbst unsicher und eitel, deshalb konnte er die Unsicherheit und die Eitelkeit Anderer so gut verstehen. Es war ihm nie möglich, die Rolle des Beobachters zu verlassen, nicht einmal, als er selbst ein Star war, der ständig beobachtet wurde. Sein Thema war der Mensch und seine Bedeutung im sozialen Kontext. Wie bewahrt man seine Individualität, wenn die Massenproduktion alle gleich macht?

Obwohl er häufig einfach nur mit den knalligen Porträts von Elvis und Marylin in Verbindung gebracht wird, ist Andy Warhol einer der wenigen zeitgenössischen Künstler, die die Gesellschaft tatsächlich beeinflußt haben. 

Er hätte Instgram geliebt!

Sonntag, 10. Dezember 2017

Der 2. Advent und die Vorweihnachtszeit

 


Meine Familie teilt sich zur Zeit auf in Vorweihnachtszeitfreunde und Vorweihnachtszeitfeinde. Der GöGa und die Grosse verdrehen praktisch permanent die Augen, so dass ich anfange zu befürchten, ich müsse mich in Bälde um einen Exorzisten bemühen. 
Die Kleine und ich dagegen stehen dem Lichterglanz und dem Glockgeläut positiv gegenüber. Ich habe sogar eine Playlist mit weihnachtlich inspirierter Musik auf Spotiy! Wenn ich die im Auto höre, ist: "Boah, Mama, ist das dein Ernst?!?" noch der freundlichste Kommentar. Da muss man sich durchsetzen können! 
(Kekse konsumieren sie allerdings alle wie ausgehungerte Schiffbrüchige.)

Dienstag, 5. Dezember 2017

Auf der Suche nach dem Haar in der Suppe


Ich glaube, ich bin ein schrecklicher Mensch. 
So, jetzt ist es raus!
Ich muß erklären, warum ich das von mir glaube: ich bin nämlich dauernd mit irgendetwas unzufrieden und ich habe immer etwas zu Nörgeln.
Kennt Ihr noch die Geschichte von Paul Watzlawick "Anleitung zum Unglücklichsein"? Da braucht jemand einen Hammer, um ein Bild aufzuhängen, hat aber keinen da. Also überlegt er sich, ob er nicht seinen Nachbarn fragen soll, denn der könnte ihm vielleicht seinen Hammer leihen. Aber dann kommt er ins Grübeln: der Nachbar könnte keinen Hammer haben, oder ihn nicht verleihen wollen, er könnte sich insgeheim über die Handwerkskünste des Mannes lustig machen, er könnte ihn für einen Schnorrer halten oder ihm den Hammer nur aus Mitleid geben usw. usw. Zum Schluss geht der Mann hinüber zum Nachbarn, klingelt, und als der ihm öffnet, schreit der Mann ihn an: "Behalt doch deinen Scheiß- Hammer!"
So bin ich manchmal auch.

Kleid Nr. 1 seriös (ich könnte auch mal die Hände aus den Taschen nehmen!)

Ein Beispiel:
Vor kurzem habe ich das Kleid Nr. 1 von Rosa Pe. gesehen. Ich war sofort begeistert, denn das ist genau der Schnitt, der mir gefällt. A- Linie, 3/4- Ärmel, runder Ausschnitt, Länge okay. Im Shop gibt es ihn nicht als PDF, sondern als Papierschnitt. Ich liebe Papierschnitte, und ich verabscheue die PDF- Kleberei zutiefst. Also habe ich mir den Schnitt bestellt und einen Tag später war er da. Einfach so, pünktlich mit der Post!
Parallel, weil ich für Stoffgeschäftbesuche zu wenig Zeit hatte, stöberte ich im Internet nach passendem Material. Nach einer halben Stunde wurde ich im Stoffbüro fündig. Blauer Sommersweat mit weißen Streifen, der Preis war auch in Ordnung. Auch der Stoff wurde bestellt und einen Tag später war er da. Liebevoll verpackt, gerade abgeschnitten, nix verzogen. Das blieb auch nach dem Waschen so.


Da ich eben wenig Zeit hatte, dachte ich mir, das Nähen wird wahrscheinlich ewig dauern. Ja, Pustekuchen! Am folgenden Wochenende regnete es, so dass wir nicht wie geplant im Garten arbeiten konnten. Vorsichtig sichtete ich meine Nähgarne und siehe da: ich hatte noch genug in genau dem Blau, das ich brauchte.
Ich machte mich ans Werk, und was soll ich sagen: Alles klappte wie am Schnürchen. Es war geradezu unheimlich. Ich hatte genug Stoff, das Nähgarn reichte, ich werkelte vor mich hin und ich wurde ziemlich flott fertig. Dann kam der große Moment des Anprobierens. Ich mußte nichts, aber auch gar nichts ändern. Das Kleid sah super aus! Sogar die Streifen passen weitestgehend übereinander an den Nähten.
Ich konnte es drehen und wenden, wie ich wollte: das war perfekt gelaufen. Ich war so gründlich irritiert, dass ich das Kleid erst einmal gar nicht anziehen konnte! Da mußte doch irgendwo ein Haken sein!

Kleid Nr. 1 unseriös (ich mache immer Faxen beim Fotografieren, weil finde, dass ich dämlich aussehe!)

Ich bin wirklich ein schrecklicher Mensch. Ich habe ernsthaft ein bißchen Zeit gebraucht, um mich über diesen Bombenerfolg zu freuen, das muß man sich mal vorstellen.
Jetzt allerdings liebe ich mein Kleid heiß und innig. Es wird angezogen, gewaschen, angezogen, gewaschen, angezogen... der Stoff bleicht übrigens kaum aus, ist das zu glauben?!

Ich nähe jetzt noch eins nach diesem Schnitt, aus einem grauen French Terry, der irgendwie vor dem Waschen nach Wasserschaden roch, was mir im Laden nicht aufgefallen ist.
Da geht bestimmt was daneben!
(Dann auch passend zum Mottotag beim MMM!)